Liebe Freunde,

In diesem pastoralen Jahr konnten wir nicht alle Treffen von Eine Stunde mit Gott gemeinsam erleben, obwohl wir in jeder Hinsicht versucht haben, euch trotzdem nahe zu sein, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Dafür danken wir allen Freunden und Brüdern, die uns geholfen haben, dies zu ermöglichen.
Besonderer Dank gilt Don Beat Grögli, Pfarrer und Domherr der St. Galler Kathedrale, für die Aufnahme in seiner Pfarrei und in der Diözese; und Don Martin Michalíček, Generalsekretär des CCEE, der uns bei unseren Treffen immer liebevoll begleitet und uns das immense Geschenk des lebendigen Jesus im Allerheiligsten Sakrament gebracht hat.

Wir freuen uns alle, unser internationales Gebetstreffen für Europa im September mit neuer Kraft, voller Energie und in neuer Gesundheit zu beginnen!
Aus diesem Grund informieren wir euch, dass die für Samstag, den 13. Juni im Domzentrum in St. Gallen geplante Treffen NICHT stattfinden wird.

Wir beten weiter, voll des Heiligen Geistes, der in diesen Tagen mit Kraft und Glut auf uns herabkommt.
Um uns wieder einmal vom Gebet begleiten zu lassen, bieten wir euch eine kleine Besinnung und ein kraftvolles Gebet des heiligen Antonius von Padua an, denn der 13. Juni ist sein Festtag.

Der Heilige Antonius – Franziskaner portugiesischer Herkunft, der zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert lebte – ist auch als der Heilige der Wunder bekannt. Er gilt als Beschützer der Armen, der Schwangeren, der Unterdrückten, der Reisenden, der Freunde, der Tiere, der Fischer, des verlorenen Eigentums, der Matrosen, der Ehe und der Hilfe bei Unfruchtbarkeit. Ein Geheimnis, das seit 750 Jahren fasziniert, ist die Reliquie seiner unverfälschten Sprache, die in der gleichnamigen Basilika in Padua aufbewahrt wird. Als der heilige Bonaventura von Bagnoregio, der damalige Generalminister des Franziskanerordens, die Truhe mit den sterblichen Überresten des heiligen Antonius von Padua öffnete, der 32 Jahre zuvor (1231) gestorben war, war er in der Tat sehr erstaunt, als er den ganzen Körper des Heiligen vorfand, der aus Asche und Knochen bestand, aber seine Zunge war unversehrt! Bonaventura rief bei dieser Gelegenheit etwas aus, das zu einem immer wiederkehrenden Gebet im Volk geworden ist und das wir Ihnen jetzt anbieten, damit Sie es zusammen mit einem Gebet der Bitte und des Dankes an den Heiligen rezitieren können.
Sicherlich wird er heute Ihr Gebet erhören und Sie erhören.

Bitte:

Großer, heiliger Antonius! Die Wunder, die Du wirktest, machten Dich berühmt. Du durftest unseren Herrn in Gestalt eines Kindes in Deine Arme schließen. Erwirke mir von seiner Güte die Gnade, um die ich Dich von ganzem Herzen bitte. Du warst so gut gegen die armen Sünder. Schau nicht auf meine Fehler! Denke vielmehr an die Ehre Gottes, die durch Dich vermehrt werden soll. Denke an das Heil meiner Seele! Mir ist so viel gelegen an der Bitte, die ich Dir nun vortrage (Sprechen Sie die Gnade, die in Ihrem Herzen ist) Zum Beweis meiner Dankbarkeit verspreche ich Dir: Ich will in Zukunft mein Leben dem Dienste am Nächsten weihen. Segne mein Versprechen und hilf mir, es treu zu halten bis zum Tode. Amen.

Dankgebet:

Du glorreicher Wundertäter, Vater der Armen, du, der das unter Gold vergrabene Herz eines Wucherers wunderbar gefunden hast, für deine große Gabe, dein Herz immer auf die Elenden und Unglücklichen gerichtet zu haben, du, der meine Bitten dem Herrn vorgetragen hast, die durch deine Fürsprache erhört worden sind, nimm’ meine Gabe entgegen, die ich aus Dankbarkeit zu deinen Füße stelle. Schenke den Leidenden und auch mir Trost, komme allen zu Hilfe, in den weltlichen und vor allem in den geistigen Nöten, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Oh gesegnete Zunge (des Hl. Bonaventura, 1263) 

Gesegnete Zunge, die du immerfort den Herrn gepriesen und viele Menschen angeleitet hast, ihn zu preisen. Jetzt erst wird offenbar, wie viel Gnade du gefunden hast bei Gott.

Bis bald! Ich wünsche allen einen schönen Sommer!

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